Kinderberteuungseinrichtungen
sind viele geplant in der Messestadt. Spielplätze gibt es auch
schon einige, aber genügt das?
Immer wieder fallen die neuen
Einrichtungen zur Kinderbetreuung auf, die in der Regel schön,
sauber und modern wirken. Das es mit den ersten optischen
Eindrücken nicht immer getan ist, konnte man bereits mehrfach
feststellen. Viel zu niedrige Mauerdurchbrüche an einem
Kindergarten, der Hunde zum durchspringen anregen, was diese auch
regelmäßig praktizieren. Spielgeräte, die bei
ordnungsgemäßer Nutzung zu lebensgefährlichen
Verletzungen führen und führten (siehe jetzt auch unter
TV-Beiträge "Mit der Säge Ritscheratsche 2003"). Da muss man sogar feststellen,
das beispielsweise die Sanitäreinrichtungen in Kindergärten
und Krippen eben nicht so gestaltet sind, das bei einer möglichen
Nutzungsänderung in der Zukunft, diese auch für ältere
Kinder oder Erwachsene umgestaltet werden können, nein - die
Räume wären dann zu klein und die Freiflächen sind auch
nicht unbedingt einfach adaptierbar. Nach mehreren Gesprächen und
Anfragen seit 2000, beginnt
bei den zuständigen Referaten offensichtlich der Groschen zu
rollen. - Hoffentlich fällt er auch bald, da Vordenken und
Umsetzen hier auch erhebliche wirtschaftliche Einsparungen bedeuten
würden. Auf die bereits fehlenden Spielräume, die dezentral
sein können oder sogar sollten, nicht an einen Träger
angeschlossenen sein müssen, und die sich Kinder Jugendliche und
vielleicht auch Erwachsene selbst erobern können sollten, wurde
bereits auf mehreren Veranstaltungen im Stadtteil hingewiesen.
Beispiele: annektierbarer und dann vielleicht selbst verwalteter
Musikraum (Glaskuppel im zukünftigen "Park" Vorschlag im Rahmen
der Ausschreibungen der Kunstprojekte 2000) und temporäre
Parkanlagen die je nach Bauphasen des Stadtteils wandern können
(Rasenmatten, zwei Bäume, Bank, Hütte...), Steinquader und
Felsen, die eine Art Theater/Amphitheater beschreiben und auch wieder
umgesetzt werden können, wenn sich der Lebensraum oder der Bedarf
ändert. Solche Spielräume müssen je nach Bedarf von
Bewohnerinnen und Bewohnern selbst gestaltbar sein und bleiben. An noch
zuziehende Menschen mit vielleicht völlig anderen
Bedürfnissen und Vorstellungen muss ebenfalls durch die Vorhaltung
von Nischenfreiräumen gedacht werden. Erinnert sei auch an die
Idee jedem Menschen, der neu in den Stadtteil kommt einen Baum zur
freien Bepflanzung zu überlassen, auch wenn sie oder er ihn mitten
auf die Straße pflanzt oder einen ungewollten Wald entstehen
lässt.