Spielräume für Kinder und Jugendliche




Kommentar (Uwe Knietsch 12.02.2001)





Kinderberteuungseinrichtungen sind viele geplant in der Messestadt. Spielplätze gibt es auch schon einige, aber genügt das?

  • Immer wieder fallen die neuen Einrichtungen zur Kinderbetreuung auf, die in der Regel schön, sauber und modern wirken. Das es mit den ersten optischen Eindrücken nicht immer getan ist, konnte man bereits mehrfach feststellen. Viel zu niedrige Mauerdurchbrüche an einem Kindergarten, der Hunde zum durchspringen anregen, was diese auch regelmäßig praktizieren. Spielgeräte, die bei ordnungsgemäßer Nutzung zu lebensgefährlichen Verletzungen führen und führten (siehe jetzt auch unter TV-Beiträge "Mit der Säge Ritscheratsche 2003").
    Da muss man sogar feststellen, das beispielsweise die Sanitäreinrichtungen in Kindergärten und Krippen eben nicht so gestaltet sind, das bei einer möglichen Nutzungsänderung in der Zukunft, diese auch für ältere Kinder oder Erwachsene umgestaltet werden können, nein - die Räume wären dann zu klein und die Freiflächen sind auch nicht unbedingt einfach adaptierbar. Nach mehreren Gesprächen und Anfragen seit
    2000, beginnt bei den zuständigen Referaten offensichtlich der Groschen zu rollen. - Hoffentlich fällt er auch bald, da Vordenken und Umsetzen hier auch erhebliche wirtschaftliche Einsparungen bedeuten würden. Auf die bereits fehlenden Spielräume, die dezentral sein können oder sogar sollten, nicht an einen Träger angeschlossenen sein müssen, und die sich Kinder Jugendliche und vielleicht auch Erwachsene selbst erobern können sollten, wurde bereits auf mehreren Veranstaltungen im Stadtteil hingewiesen. Beispiele: annektierbarer und dann vielleicht selbst verwalteter Musikraum (Glaskuppel im zukünftigen "Park" Vorschlag im Rahmen der Ausschreibungen der Kunstprojekte 2000) und temporäre Parkanlagen die je nach Bauphasen des Stadtteils wandern können (Rasenmatten, zwei Bäume, Bank, Hütte...), Steinquader und Felsen, die eine Art Theater/Amphitheater beschreiben und auch wieder umgesetzt werden können, wenn sich der Lebensraum oder der Bedarf ändert. Solche Spielräume müssen je nach Bedarf von Bewohnerinnen und Bewohnern selbst gestaltbar sein und bleiben. An noch zuziehende Menschen mit vielleicht völlig anderen Bedürfnissen und Vorstellungen muss ebenfalls durch die Vorhaltung von Nischenfreiräumen gedacht werden. Erinnert sei auch an die Idee jedem Menschen, der neu in den Stadtteil kommt einen Baum zur freien Bepflanzung zu überlassen, auch wenn sie oder er ihn mitten auf die Straße pflanzt oder einen ungewollten Wald entstehen lässt.








  • Ihre Meinung

    home